Gedenken an die Opfer der Hexenprozesse

Ritual am Hexenturm


Ursachen von Gewalt –
Möglichkeiten zu ihrer Überwindung.

Frauen als besonders betroffene Opfer und als Friedensaktivistinnen

Vortrag von Andreas Zumach im Stadtmuseum


Ob durch Krieg und Vertreibung oder durch häusliche und sexualisierte Gewalt – die historische Erfahrung zeigt, dass Frauen und ihre Kinder von allen Formen der Gewalt stärker betroffen sind als Männer. Hinzu kommt die Diskriminierung von Frauen in Saudi-Arabien und anderen islamisch geprägten Ländern des Krisenbogens zwischen Marokko und Pakistan – dies ist die Weltregion mit den meisten Gewaltkonflikten und Terroranschlägen seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Von dort kommen die meisten Vertriebenen und Geflüchteten nach Europa.

Es gibt aber auch ermutigende Beispiele, wie z. B. die wichtige Rolle von Frauen bei der Überwindung der Diktatur und der Durchsetzung demokratischer Verhältnisse in Tunesien.

Gewalt hat tiefreichende Wurzeln in der Geschichte. Für Deutschland war der Zweite Weltkrieg ein Schock, der zumindest Teile der Bevölkerung aufgerüttelt hat. Immer noch jedoch lassen sich Gründe für Verdächtigungen und Verleumdungen gegenüber Fremden und Flüchtlingen erkennen, die zum Teil erschreckend denen ähneln, die im 16./17. Jahrhundert zur Verfolgung der sogenannten Hexen gedient hatten. Bis heute ist vermutlich die weltweite Ungleichwertigkeit der Geschlechter im globalen Machtkampf noch immer eine zu wenig wahrgenommene Ursache von mangelnder Friedensfähigkeit.

Andreas Zumach, geboren 1954 in Köln. Seit 1988 freier Journalist am UNO-Sitz in Genf, Korrespondent für „die tageszeitung“ (taz) in Berlin sowie für weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA. Autor mehrerer Bücher über den Irakkrieg, die UNO und internationale Konflikte (zuletzt im April 2015 erschienen: „Globales Chaos Machtlose UNO – ist die Weltorganisation überflüssig geworden?“, Rotpunkt Verlag Zürich)

Wir laden Sie/wir laden Euch zu diesen beiden Veranstaltungen ein und freuen uns auf alle, die kommen.

Zentrum für altes und neues Wissen und Handeln e. V.
Frauen helfen Frauen Main-Taunus-Kreis e. V.


Weitere Informationen:

Dr. Erika Haindl | Hauptstraße 21 | 65719 Hofheim | Telefon 06192 24158
e.haindl@zentrumhofheim.de


Gedenkfeier


Mittwoch, 27. April 2017
18.00 Uhr

Hexenturm
Kellereiplatz, Burgstraße 28
Hofheim am Taunus


Vortrag


Mittwoch, 27. April 2017
19.00 Uhr

Stadtmuseum, Foyer
Burgstraße 11
Hofheim am Taunus

10,– € Eintritt*
9,– € ermäßigt

für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Rentnerinnen und Rentner sowie Schwerbehinderte.
* Mit „Hofheim Pass“ 50 %
des Eintrittspreises.